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Warum steht auf den Produkten 'storage at 4-8°C'
(Lagerung bei 4-8°C) und nicht 'storage at room temperature' (Lagerung
bei Raumtemperatur), obwohl das Versenden der Produkte bei Raumtemperatur
erfolgt?
Es ist völlig unproblematisch Mynox® bei Raumtemperatur
zu versenden. Mynox® wird durch autoklavieren bei 125°C
für 20 min sterilisiert und ist bei Raumtemperatur und sogar höheren
Temperaturen mindestens für 6 Monate haltbar. Oft wird Mynox®
nach Ablauf der Haltbarkeitsfrist vom Kunden verwendet. Um das Produkt
auch unter diesen Umständen in unverändert gutem Zustand zu
erhalten, empfehlen wir eine Lagerung bei 4 - 8°C für einen langfristigeren
Gebrauch (bei 4 - 8°C ist Mynox® mindestens 18 Monate
haltbar). Auf dem beigefügten Qualitätszertifikat finden Sie
die Information, dass das Versenden von Mynox® im Allgemeinen
bei Raumtemperatur erfolgt, um zusätzliche Kosten für den Endverbraucher
zu reduzieren.
Warum
sind Mykoplasmen direkt nach der Behandlung der Zellen mit Mynox®
immer noch detektierbar?
Nach einer Mynox®-Behandlung sollten die Zellen erst nach
frühestens 4 Passagen bei einer entsprechend hohen Zelldichte (90
%) auf übrig gebliebene Mykoplasmen getestet werden. Mynox®
lysiert die Mykoplasmen durch einen Zerstörungsmechanismus,
so dass Mykoplasmen-DNA nach einer Behandlung mit Mynox® im
Zellkulturüberstand verbleibt. Extrazelluläre DNasen werden
mit andauernder Kultivierung und ansteigender Zelldichte die freie DNA
hydrolysieren.
Verschiedene Faktoren können die Effizienz von Mynox® beeinträchtigen.
Ein wichtiger Faktor ist die FCS Konzentration. FCS enthält Cholesterol
und andere Zielmoleküle für Mynox® . Daher sollte
eine höhere FCS Konzentration im Medium unbedingt vermieden werden
(ideal ist eine Endkonzentration des FCS von 5 %). Ein weiterer wichtiger
Aspekt für eine effiziente Mykoplasmenbekämpfung ist die Zellkonzentration.
Falls eine vollständige Bekämpfung von Mykoplasmen mit der ersten
Behandlung nicht erfolgte, empfehlen wir die Zellkonzentration zu verringern
und/oder die Inkubationsdauer mit Mynox® zu verlängern.
Vor der Behandlung mit Mynox® überprüfen Sie
bitte, ob sich Zellklumpen in ihrer Zellsuspension befinden. Eine verlängerte
Trypsinierung unterstützt das Vermeiden von Zellklumpen deutlich.
Im Falle adherenter Zellen empfehlen wir Ihnen den Gebrauch von Petrischalen.
Petrischalen sind insofern nützlich, als dass sie eine Rekontamination
der Zellsuspension mit Mykoplasmen Aerosolen verhindern. Aerosole treten
auf, wenn die Zellsuspension auf die Mynox®-Lösung
pipettiert wird. Die Aerosole haften and der Oberfläche der Gefäßwand/decke
und kommen auf diese Weise nicht mit der Mynox®-Lösung
in Berührung. Diese kontaminierten Aerosole können schließlich
die behandelte Zellkultur später erneut rekontaminieren.
Es ist sehr wichtig die, Zellen direkt in die Mynox® -Lösung
zu pipettieren und nicht umgekehrt. Ist der Mykoplasmen-Titer am Anfang
der Behandlung besonders hoch, ist es gegebenenfalls notwendig die Zellen
ein weiteres Mal mit Mynox® zu behandeln. In diesem Fall
sollten Sie Ihren Zellen genug Zeit für ihre Erholung geben (Minimum:
2 Tage/Überprüfen am Mikroskop ist ratsam).
Wann
kann man sicher von einer dauerhaften Entfernung der Mykoplasmen ausgehen?
Sollten einige wenige Mykoplasmen die Behandlung mit Mynox überlebt
haben, werden diese nach 4 Passagen zu gut detektierbaren Titern herangewachsen
sein. Mit dem sensitiven Venor®GeM PCR-System
können diese heranwachsenden Mykoplasmen frühzeitig nach-gewiesen
werden.
Müssen
Standardantibiotika für die Behandlung entfernt werden?
Nein. Standardantibiotika wie Penicillin/Streptomycin können mitgeführt
werden. Es wird jedoch davon abgeraten, grundsätzlich Antibiotika
mitzuführen. Pen/Strep wirkt hauptsächlich gegen Keime des Mund-
und Rachenraums und wurde zu Zeiten eingeführt, als mit dem Mund
pipettiert wurde. Diese Zeiten sind seit Einführung von Sicherheitswerkbänken
und Pipettierhilfen vorbei. Antibiotika können Einfluss auf den Zellmetabolismus
und damit auf die Ergebnisse von Experimenten haben (vgl. Kuhlmann, Cytotechnology
19:95-105,1996 "The prophylactic use of antibiotics in cell culture").
Bakterielle Kontaminationen können unterschwellig und unerkannt stören.
Mit Onar®EUB steht von Minerva Biolabs ein sensitiver
PCR-Nachweis für bakterielle Kontaminationen zur Verfügung (Art.-Nr.
12-1025).
Warum
war Mynox® bei meiner Virus-Suspension nicht dauerhaft
wirksam?
Zelltrümmer, wie Zellwand-Fragmente, binden Mynox® kompetitiv
und verringern damit die Wirkkonzentration. Die Virussuspension muss vor
der Behandlung von zellulären Trümmern befreit werden. Dies
geschieht vorzugsweise durch Zentrifugation bei 1.000 rpm für 5 Minuten.
Wie
kann ich die zytotoxische Wirkung von Mynox® kontrollieren?
In vielen Fällen, in denen sich Mynox® toxisch auf
die Zellen ausgewirkt hat, war die Mischung - wie sie im Benutzerhandbuch
beschrieben wird - nicht korrekt eingehalten worden. Auch die Serumkonzentration
ist kritisch und muss für den Eliminierungsansatz 5 % (v/v) betragen.
Während der Behandlung sollten die Zellen halbstündlich im
Mikroskop beobachtet werden. Wenn ein zytotoxischer Effekt auffällig
ist, sollte die Behandlungszeit bei adhärenten Zellen auf 30 Minuten
und bei Suspensionszellen auf 15 Minuten durch Mediumwechsel verkürzt
werden.
Kann
die Zellzahl für die Behandlung mit Mynox® erhöht
werden?
Die Zellkonzentration kann auf das 10-fache erhöht werden, jedoch
verringert sich damit die Eliminierungs-Effizienz von Mynox®
moderat.
Kann
Mynox® intrazelluläre Kontaminationen eliminieren?
Mynox® integriert nicht in zelluläre Membranen. Daher
kann es keine intrazellulären Kontaminationen eliminieren. Mykoplasmen
treten grundsätzlich extrazellulär auf. Mycoplasma penetrans
und Mycoplasma gallisepticum sind die einzigen Spezien,
die bisher als intrazellulär beschrieben wurden, jedoch steht die
wissenschaftliche Bestätigung für diese Behauptung noch aus.
Beide Spezies wurden bisher nicht als Zellkulturkontaminanten beschrieben
und brauchen unter normalen Laborbedingungen nicht berücksichtigt
werden.
Wirkt
Mynox® gegen Bakterien, Pilzen oder Chlamydien?
Nein, Mynox® eliminiert ausschließlich Mykoplasmen.
Mynox® ist besonders zur Bekämpfung von Mykoplasmenkontaminationen
in Chlamydienkulturen geeignet, da Behandlungen mit Standardantibiotika
die Chlamydien in den Zellkulturen schädigen können.
Können
Primärzellen mit Mynox® behandelt werden?
Ja, primäre Zellen können mit Mynox® behandelt
werden. Hier empfehlen wir jedoch eine 10-fach höhere Zellkonzentration,
jedoch verringert sich mit der Erhöhung der Zellkonzentration die
Eliminierungseffizienz von Mynox® moderat.
Ist
Mynox® gegen Viren wirksam?
1. Mynox® ist nur gegenüber wenigen eingehüllten
Viren aktiv. Falls Sie mit einem Mynox®-sensitiven Virus
arbeiten, empfehlen wir den Titer zu senken. Bitte folgen Sie den Anweisungen
im Protokoll sehr sorgfälltig und überschreiten Sie nicht die
Inkubationszeiten. Das Propagieren der Viren auf Wirtszellen nach einer
Behandlung mit Mynox® empfiehlt sich, um hohe Titer zu
gewährleisten.
2. Mynox® ist nicht gegen unbehüllte Viren aufgrund
des biophysikalischen Wirkmechanismus aktiv. Mynox® integriert
in die Phosholipid/Cholesterol Schicht der Membranhülle und formt
auf diese Weise Poren, so dass Mykoplasmen letztendlich aufgrund des osmotischen
Drucks platzen. Unbehüllte Viren haben also keine Zielregion in Ihrer
Struktur und sind resistent gegenüber Mynox®.
Beeinflusst
Mynox® ELISA Tests?
Nein, wegen des geringen Molekulargewichts der aktiven Mynox®-Komponente,
beeinflusst Mynox® keinen ELISA Parameter.
Hingegen beeinflussen Mykoplasmen ELISA Tests deutlich.
Ist
es möglich Mynox® wiederholt anzuwenden, ohne die
Zellen zu schädigen?
Ja, man kann durchaus eine zweite Behandlung nach der ersten Passage
anschliessen. Die erste Behandlung reduziert Mykoplasmen zumindest deutlich,
wenn nicht komplett. Die zweite Behandlung zerstört alle übrigen
Mykoplasmen vollständig.
Welches
sind die empfohlenen Methoden für die Eliminierung von Mykoplasmenkontaminationen
auf Oberflächen von Laborgeräten?
Das Mycoplasma-Off® Oberflächen Desinfektionssray
ist ideal für das Reinigen und Desinfizieren von allen Laboroberflächen,
eingeschlossen Werkbänke, Inkubatoren, Arbeitsbereiche, Aufbewahrungsboxen
und Flüssigstickstoffcontainern. Mycoplasma-Off® ist
auch gegen eine breite Palette anderer Bakterien und Viren wirksam.
Nach
welchem Prinzip tötet Mycoplasma-Off® Mykoplasmen
ab und wie lange können sie im Allgemeinen überleben?
Mycoplasma-Off® enthält membranaktive
Komponenten, die in Kombination mit den in Mycoplasma-Off®
enthaltenen Alkoholen wirken. Ausserdem beinhaltet Mycoplasma-Off®
Aldehyde, hauptsächlich, um nicht-eingehüllte
Viren und Sporen zu inaktivieren. Mycoplasma-Off®
ist auch gegen Bakterien und andere Mikroorganismen wirksam.
Noch weiss man nicht genau, wie Mykoplasmen ausserhalb einer Kultur oder
ihrer natürlichen Umgebung überleben können. Verläßliche
Studien dazu gibt es nach unserem Kenntnisstand bis dato nicht. Es ist
nur bekannt, dass Kreuzkontaminationen bei Zellkulturen sehr häufig
auftreten. Kreuzkontaminationen können aber nur mit relativ stabilen
Mykoplasmen erfolgen.
Ist
der DNA-RemoverT auch gegen RNA und DNAasen wirksam?
Der DNA-RemoverT ist gegen jede Form von DNA und RNA wirksam und sogar
gegen DNAsen. Er eignet sich zur Oberflächen-Desinfektion von allen
Laboroberflächen, eingeschlossen Werkbänke, Arbeitsbereiche,
Aufbewahrungsboxen und Arbeitsgeräte.
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